„Paradiessucher“ ist eine Bühnen-, und Filmprojektion Adaption von Rena Dumonts gleichnamigen Erstlingsroman, der 2013 beim Hanser Verlag erschienen ist. Eine Dramedy aus den 80ern. Es handelt sich um eine wahre Geschichte aus den Zeiten des Kalten Krieges, die Odyssee eines 17jährigen Mädchens, das ihre Mutter zur Flucht aus der ehemaligen Tschechoslowakei nötigt, im Glauben auf diese Weise dem totalitären System entfliehen zu können. Als nach wiederholten Visumanträgen überraschend die Einreisegenehmigung in die BRD erfolgt, entschließt sich die Protagonistin „Lenka“ ihre Heimat zu verlassen, koste es was es wolle, schließlich hat auch sie die Repressalien am eigenen Leibe erlebt. Nicht wissend, was auf sie zukommt, verbringen Mutter und Tochter neun Monate in einem „Asylantenlager“ in Königssee. Die ersehnte Freiheit lässt auf sich warten, denn auch in einem „freien“ Land ist der Weg steinig, die mütterliche Abnabelung unmöglich. Lenka muss sich zahlreichen Herausforderungen stellen, die nicht immer gut ausgehen. Dank ihrem Mut, ihrer Spitzfindigkeit und ihrem Willen erobert sich das Mädchen einen Platz in der deutschen Gesellschaft. Diese Geschichte ist autobiografisch, Dumont selber floh 1986 nach Deutschland und war neun Monate im Asylantenlager in Königssee. Durch die subtil verwobenen Texte aus dem bereits vorhandenen Drehbuch (Drehbuchförderung von FFFBayern 2019) und der theatralischen Darstellung werden beide Formen (Leinwand und Bühne) zu einem Guss verschmolzen. Erneut ein Experiment, dem sich die „Freie Theater Company“ stellen möchte. Rena Dumont arbeitet bereits an der aktuellen Theater Fassung.