25. OKTOBER 2017

Herbstakademie 2017: Zeitraster und Programm

Globalisierung
Brauchen wir mehr oder weniger davon?

 

19:00 - 21.00 Uhr    Flucht, Film, Fernsehen, Literatur, Schauspiel und Regie

Ein Leben für die Kunst in Europa
       

 

Kurzfilmpräsentation von „Die Mutprobe“ (vier internationale Filmfestival-Preise)
Lesung und Gespräch mit der Schauspielerin, Regisseurin und Autorin Rena Dumont

14. APRIL 2017 - PECHA KUCHA NIGHT - STRAKONICE

Pecha Kucha Night je výjimečnou příležitostí pro setkávání architektů, designérů, grafiků, výtvarných umělců, teoretiků a techniků, nebo aktivistů a inovátorů. PKN je vzájemnou výměnou zkušeností a informací o novinkách v oboru i sdílení pohledu na svět očima prezentujících...a nejen to, jde především o kulturní událost a setkání v netradičních prostorech a v zcela novém formátu.. Není to divadlo, není to koncert, ples ani klasická beseda, či prezentace...
...je to Pecha Kucha!

Nenechte si ujít jedinečnou příležitost poznat PechaKucha naživo! Ve Strakonicích už 14.dubna 2017.
bývalá jídelna U Steinů - objekt bývalé přádelny Na Dubovci. Brány přádelny budou otevřené 19:30 - 20:00, Přijďte včas!
Vstupné dobrovo...

 

PARADIESSUCHER REZENSSION:

...Die Schriftstellerin zeichnet hiermit ein vielseitiges Bild vom Flüchten und Zurückwollen, von Wurzeln und Heimat und den Schwierigkeiten, in einer fremden Kultur und Gesellschaft anzukommen, ohne dabei allzu sehr das tragische Schicksal des Emigrantenseins herauszustellen oder zu verharmlosen. Dass sich der Roman damit in den aktuellen Diskurs um Flucht, Asylantenlager und Integration einschreibt, der durch die jüngsten Ereignisse in Syrien und die vielen Emigranten, die in Deutschland Schutz suchen, eine unvergängliche Aktualität beweist, steht außer Frage. So können Lenka und Rena Dumont als ein hoffnungsvolles Beispiel für manchen Migranten stehen und ihm vom Suchen und Finden ihres Paradieses erzählen.

von Sandra Baumgarten und Christian Glade

http://www.master-transnationale-literaturwissenschaft.uni-bremen.de/

 

ANTHOLOGIE IM NOVEMBER 2016

A 13. November erschien eine neue dtv Anthologie unter dem Namen Gute Laune Geschichten, in der Sie meine Kurzgeschichte ADELE lesen können

PHOBI 2016 ist da!

Der innovative
Literatur-Almanach
PhoBi
Redaktion · Guldeinstr. 48 · 80339 München

LESUNG IM LITERATURHAUS LEIPZIG

AUGUST 2015

Rezension

 

Paradiessucher (2013) erzählt aus der Ich-Perspektive einer Heranwachsenden vom langsamen Ankommen in einer neuen Heimat. Mit "Willkommen, wir lieben euch" fühlen sich Lenka und ihre Mutter, die Ende der 1980er-Jahre "genug [haben] vom bornierten Leben in der böhmischen Kleinstadt", die sich "endlich nicht mehr wegducken" und "West-Jeans tragen" wollen, bei ihrer Flucht von deutschen Beamten in Empfang genommen. "Wie Balsam für die Seele klingt die bayerische Begrüßung, die wir zwar nicht verstehen, uns aber sinngemäß [...] übersetzen. Die Ernüchterung tritt schnell ein, als die beiden erst einmal in einem Asylantenheim zwangsuntergebracht werden.
Der Text ist als hervorragendes Exempel einer Mehrfachadressierung zu werten. Das Jugendbuch spricht nicht nur eine minderjährige Zielgruppe an, sondern sollte ähnlich wie Wolfgang Herrndorfs Tschick (2010) jeglicher Generation Lesevergnügen bereiten. Paradiessucher kann sowohl Leser_innen mit Migrationserfahrung als auch einem Publikum ohne den entsprechenden Hintergrund als Projektionsfläche dienen: Auf literarisch anspruchsvolle und unterhaltsame Weise wird ‚den Deutschen‘ der Spiegel vorgehalten. Mit Paradiessucher gelingt, was Dieter Wrobel als „Blick auf die eigenen Kultur durch die Augen einer anderen Kultur“ beschreibt. Dieser Blickwinkel fördert eine Wahrnehmungsverschiebung und ist geeignet, interkulturelle Kompetenz in einem umfassenden Sinne aufzubauen. Die Verschiebung gewohnter Sicht- und Betrachtungsweisen trägt zum sukzessiven Ausbau interkultureller Kompetenz bei.

 

 

 

...Dies entwirft die Autorin besonders eindrucksvoll in der Szene, in der Lenka von einem

Beamten gefragt wird, warum sie denn Asyl möchte. Dort bricht alle

s aus ihr heraus, was

nicht nur Dolmetscher, sondern auch den Beamten überzeugt. Lenka ist ansonsten ein fast

schon nüchternes Mädchen, das ihr Leben erträgt. Dazu gehören auch die sexuellen, aber

unbefriedigenden Erfahrungen mit Männern. Sie möchte lieben

, schafft es aber nicht und

betrachtet ihre Freunde fast distanziert. Auch das überzeugt!

(Jana Mikota)

http://www.alliteratus.com

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Prager Literaturstipendium

 

 

 

 

Montag, 09. November 2015 | 12:25 Uhr.

 


Rena09111

 

Ich verabschiede mich.

 

 

Ich verabschiede mich von Prag, von der Karlsbrücke, die ich nur einmal betreten habe, von der Prager Burg, deren chrliči auf mich gespuckt und gepinkelt haben, von der Moldau, die an manchen Stellen so langsam fliesst, dass sie entsetzlich nach Moder und Fäkalien stinkt. Ich sage den unzähligen Cafés Adieu und den Kinos, die ich besucht habe, ich sage ciao zu der bombastischen Wohnung hier, auf die ich mir, wie ich meine, ein Anrecht erwohnt habe, sodass nun kein anderer das Recht hat sie zu betreten, mögen bitteschön alle anderen Autoren wo anders übernachten, und ich sage auf wiedersehen zu meiner Heimatsprache, die sich so stark weiterentwickelt hat, dass ich nur noch staune und stottere und davon überzeugt bin, dass ich niemals meinen Erstlingsroman selber übersetzen könnte, ich sage auf wiedersehen zu Žižkov, einem Viertel, das zum Teil dermaßen asozial ist, dass mir schwer ums Herz wird und gleichzeitig, tief in mir drin, empfinde ich eine seltsame Verbundenheit (weiß auch nicht warum), von oben sieht  Žižkov übrigens wie eine etwas zu hoch geratene Favela aus, und ich sage den vielen tollen Schauspielern und Künstlern adieu, die ich hier bewundern durfte, Thomas Zielinsky, Jana Janěková, David Prachař, Linda Rybová, Jan Dolanský, Igor Chmela, Jana Zielinská, die mich zu Tränen gerührt haben, nicht zu vergessen meine beiden Schwestern, die ich so selten sehe und letztendlich meinen Vater.

 

Prag ist eine…ein, ein Meer.

 

Ein Salat.

 

Ein Wirbelsturm.

 

Ich kehre zurück ins Dorf.

 

München.

 

Auch gut.

 

Ich bin müde.

 

 

rena9112

 

 

 

Die ehemalige Kommunistin.